Mach den 5-Minuten-Check mit unserer kostenlosen Checkliste „Bereit fürs Examen?“.
Finde sofort heraus, ob deine Vorbereitung wirklich auf Kurs ist – oder ob sie noch Lücken lässt, die du dringend schließen solltest.
Lieber Jan,
ich kann einfach nicht fassen, dass es schon vier Jahre sind. Selbst jetzt, wo ich selbst Kinder habe, kann ich den Schmerz deiner nur schwer nachempfinden. Ich bin sicher, du fehlst ihnen jeden Tag.
Ich habe kürzlich die Arbeiten an einem neuen Buch begonnen und wieder an dich gedacht – mich gefragt, ob es „wissenschaftlicher geschrieben“ sein muss als das letzte. Dir war das herzlich egal; dir waren die Ideen dahinter wichtig. Ein weiterer Grund dafür, warum ich dich so mochte. Immer auf Augenhöhe, auch ohne Prof. Dr. vor meinem Namen. Das werde ich nie vergessen.
Ich vermisse dich, bis nächstes Jahr
Dein Michael

đź•’Â Lesezeit: 1 Minute
Ich habe fĂĽr mein letztes Video 25 StPO-Zusatzfragen zusammengesucht.
Mein erster Gedanke: Das wird ’ne lange Liste.
Worst Case: 25 Fragen. 25 Sonderprobleme. 25 Dinge, die man sich fĂĽr den Ernstfall irgendwie merken muss.
Dann hab’ ich genauer hingeschaut.Â
Klar, die Fragen sind nicht immer gleich formuliert. Der Fall liegt immer eine Nuance anders. Die konkreten Normen wechseln. Aber ohne Scheiß – es ist ein und derselbe Loop mit vier Fragen:
So geht Vorbereitung auf Nebengebiete.
Sobald ein Gebiet groß und unübersichtlich genug wirkt, ist die erste Reaktion, entweder auf Lücke zu setzen oder so viel spezifisches Wissen zu Sonderfällen anzuhäufen, bis dir der Schädel platzt.
Diese 25 Fragen zeigen einen dritten...

đź•’Â Lesezeit: 3 Minuten
Ich habe eine echte fĂĽnfstĂĽndige Examensklausur genommen und mir dafĂĽr drei Stunden gegeben.
Schwere Zivilrechtsklausur. Keine Vorbereitung. Keine zusätzlichen Hilfsmittel.
Nach drei Stunden standen 1.638 Wörter auf dem Bildschirm. Drei Seiten.
Meine Prognose: vielleicht fünf Punkte. Mit leichter Tendenz zu „hoffentlich überhaupt bestanden“. Unser KI-Korrekturassistent kam auf acht Punkte.
Plot Twist.
Klar, eine andere Korrektur kann niedriger ausfallen. Die acht Punkte spielen hier eine untergeordnete Rolle.
Spannender ist die Frage: Was bleibt von einer Klausur ĂĽbrig, wenn zwei Stunden einfach wegfallen? Und wo wird das KĂĽrzen teuer?
Wo wir gerade beim Thema sind: Interesse, deine Vorbereitung konsequent auf Fälle und Altklausuren umzustellen?
Wenn du parallel kein kommerzielles Rep machst und in den nächsten acht Monaten Examen schreibst, könnte die Flatrate gut für dich passen. Ich begleite dich individuell bis zum Tag deiner ersten Examensklausur. ...

Bock, deine Examensvorbereitung von mir begleiten zu lassen und in den nächsten Tagen zu starten? Für August habe ich Stand jetzt noch einen letzten freien Platz. Warteliste für danach ist eingerichtet.
Wenn du vorhast, dich mit Fällen vorzubereiten, antworte einfach auf diese E-Mail. Wir schauen dann gemeinsam, ob das was für dich ist.
đź•’Â Lesezeit: 3 Minuten
Ein voller Lernplan sieht immer erst mal gut aus.
Acht Stunden pro Tag. Für jedes Rechtsgebiet ein Skript. Daneben ein Satz frischer Karteikarten, Wiederholungsblöcke und ein paar „kursbegleitende“ Fälle – für alle Fälle. Pun intended.
Auf dem Papier: krasse Sache.
Frage für die Realität: Was kannst du am Ende deines Lerntags besser als vorher?
Wenn dir dazu nichts oder nur wenig einfällt, war das Preis-Leistungs-Verhältnis wirklich unterirdisch.
Lernzeit ist ein bequemer MaĂźstab.
Problemerkennung, Schwerpunktsetzung und Argumentation sind da schon nerviger. DafĂĽr mĂĽsstest du dich an ei...

Nicht jede Stunde am Schreibtisch ist gleich viel wert.
đź•’Â Lesezeit: 3,5 Minuten
„Ich hab’ nur noch zwei Monate.”
Und dann kickt die Panik: Jetzt muss richtig geballert werden. 60-Stunden-Wochen. Jeden Tag acht bis zehn Stunden lernen. Am besten noch jede einzelne LĂĽcke schlieĂźen, die man vorher monatelang erfolgreich ignoriert hat.
Klar. Zwei Monate Zeit – also einfach sechs Monate Arbeit reinpressen. Solider Plan.
Basically: verlorene Zeit mit maximaler Eskalation zurĂĽckkaufen.
Klingt entschlossen. Ist meistens Quatsch.
Denn je knapper die Zeit wird, desto weniger bringt es, einfach nur mehr zu machen. Du brauchst nicht mehr Stoff, mehr Stunden und mehr Druck.
Zeitmangel ist nicht das eigentliche Problem. Der Versuch, ihn mit blindem Aktionismus zu lösen, schon.
Stell dir vor, du mĂĽsstest jemanden in zwei Monaten aufs Examen vorbereiten.
Dann empfiehlst du ihm ja nicht ernsthaft, jetzt noch jedes Lehrbuch reinzuklöppeln, sämtliche Meinu...

Der größte Fehler in der Examensvorbereitung fühlt sich vernünftig an.
đź•’Â Lesezeit: 3 Minuten
Manuel hat im schriftlichen Teil 7,4 Punkte geschrieben. Also nicht insgesamt. Schriftlich.
Damit liegst du weit ĂĽber dem Durchschnitt und hast gute Chancen auf ein VB.
Eigentlich ein Grund zur Freude.
Und trotzdem sagt Manuel heute: „Ich würde vieles anders machen.“
Seine wichtigste Erkenntnis? „Ich habe zu spät angefangen, Fälle zu bearbeiten.”
Das fand ich spannend, denn die meisten wĂĽrden wahrscheinlich etwas anderes erwarten.
Zu wenig gelernt. Zu groĂźe LĂĽcken. Zu wenig Karteikarten. Falsches Rep.
Irgendwie sowas.
Aber nein: zu spät mit Fällen angefangen.
Dahinter steckt ein Denkfehler, den praktisch jeder hat. Erst genug lernen, dann Fälle.Â
In der Praxis läuft es oft genau andersherum.
Du verstehst die Materie erst durch die Fälle. Nicht vorher.
Denn zu wissen, was grobe Fahrlässigkeit ist, heißt noch lange nicht, sie in einer K...

Wer alle Probleme gleich behandelt, wird den Entscheidenden nicht gerecht.
đź•’Â Lesezeit:Â 4,5 Minuten
„Da sind mehrere Schwerpunkte in meiner Klausur. Also behandle ich alle ungefähr gleich ausführlich.”
Klingt vernĂĽnftig, ist aber Quatsch.
Not all Schwerpunkte are created equal.
Manche Rechtsprobleme sind einfach das: rechtliche Probleme. Du musst sie sehen, kurz abarbeiten und weitermachen.
Andere Rechtsprobleme sind Weichensteller.
Wenn du irgendwo in deiner Gliederung feststellst, dass die Klausur in eine völlig andere Richtung läuft, je nachdem, wie du dich entscheidest – dann hast du einen Weichensteller gefunden.
Du prüfst die Wirksamkeit eines Vertrags mit einem Minderjährigen. Je nachdem, ob der Vertrag wirksam ist oder nicht, bleibst du bei vertraglichen Ansprüchen oder landest im Bereicherungsrecht.
Weichensteller wie diese geben ĂĽberproportional viele Punkte, weil an ihnen sichtbar wird, ob du den Fall verstanden hast.

Ich habe noch nie jemanden getroffen, der im Examen durchgefallen ist, weil er zu wenige Lernpläne hatte.
đź•’ Lesezeit: 3 Minuten
Ich erinnere mich gut an die zahlreichen Erstgespräche, die ich geführt habe, als ich das Repetitorium noch hatte.
Alle konnten sie mir sagen, wie viele Stunden sie pro Woche lernen.
Wie viele Seiten sie gelesen haben.
Wie viele Karteikarten sie erstellt haben.
Wie viele Lernvideos sie geguckt haben.
Wie viele Skripte sie bereits durchgearbeitet haben.
Ich habe dann immer gefragt: „Was davon hat deine Klausurergebnisse in den letzten drei Monaten verbessert?“
Stille.
Irgendwo inmitten dieser Stille liegt ein Denkfehler, der dich unfassbar viel Zeit kostet:
Du verwechselst Aktivität mit Hebelwirkung.
Die meisten Dinge, die du machst, produzieren nur scheinbar Ergebnisse.
FĂĽhlt sich alles produktiv an.
Das Problem ist, dass nichts davon messbar auf dein...

đź•’ Lesezeit: 2 Minuten
In den letzten Wochen hatte ich gleich drei Gespräche, in denen Sätze wie die Folgenden fielen:
„Ich habe schon so viel Geld fürs Rep ausgegeben. Jetzt möchte ich ungern nochmal so viel ausgeben.“
Oder:
„Ich habe schon Monate da reingesteckt. Jetzt wirklich nochmal alles umschmeißen?“
Oder:
„Eigentlich weiß ich, dass es mir nichts bringt. Aber ich habe halt schon so viel Zeit und Geld investiert.“
Und jedes Mal geht mir dasselbe durch den Kopf. Du machst einen fatalen Denkfehler.
Die entscheidende Frage für deine Examensvorbereitung ist nicht: „Habe ich schon so viel Zeit, Geld und Nerven investiert, dass ich jetzt so weitermachen muss?“
Die eigentliche Frage ist doch, ob dich das, was du gerade machst, realistisch durchs Examen bringt.
Nur weil du schon viel Zeit, Geld und Nerven versenkt hast, wird aus einer schlechten Strategie noch lange keine gute.
Im Gegenteil: Du klammerst dich viel zu lange an etwas, das erkennbar nicht funktioniert.
Und bitt...
⏱️ Lesezeit: 2 Minuten
Deine Examensvorbereitung hält keinen schlechten Tag aus.
Montag läuft es noch, Dienstag auch.
Mittwoch Chaos.
ScheiĂźe gepennt. Stress.
„Heute bringt eh nichts.“
Freitag schlechtes Gewissen.
Montag Neustart.
Du baust deine Vorbereitung fĂĽr Tage, die es nicht gibt.
Ausgeschlafen und motiviert.
8 Stunden netto und volle Konzentration.
Klausur. Nachbereitung. LĂĽcken schlieĂźen. Wiederholung.
Einfach alles.
Bloß interessiert sich das Leben einen Scheiß für deinen „perfekten Lerntag“.
Ich habe vor kurzem festgestellt, dass ich bald 2.000 Tage in Folge Tagebuch geschrieben haben werde.
2.000 Tage.
Nicht, weil ich besonders diszipliniert bin (ein bisschen certainly helps).
Meine Regel war nie: „Schreib jeden Tag ’ne Seite.“
Meine Regel ist und war immer: „Schreib jeden Tag irgendwas.“
Montag ist mir aufgefallen, dass hinter einer anderen Routine von mir dasselbe Prinzip steckt.
Seit der Geburt unserer Zwillinge habe ich inzwischen 100 Workouts in Fo...
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