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JNG #355: Die meisten 280er gehen nicht durch.

⏱ Lesezeit: 3 Minuten

Man muss nicht lange Jura studieren, um zwangslĂ€ufig auf unzĂ€hlige PrĂŒfungsschemata zu stoßen. FĂŒr jede Norm scheint es eine fertige Struktur zu geben. Viele lernen diese Schemata auswendig – in der Hoffnung, damit Klausuren bestehen zu können.

Genau dieser Ansatz fĂŒhrt spĂ€testens im Examen zu schlechten Ergebnissen. Juristische FallprĂŒfung funktioniert grundlegend anders. Wer das nicht versteht, arbeitet vielleicht strukturiert, aber am Fall vorbei.

Warum Schema-Lernen im Examen nicht funktioniert

Auf den ersten Blick wirkt die Idee logisch: Ein Schema ist die vereinfachte Lösung eines Falls. Also lernt man das Schema und kann den Fall lösen.

In der Praxis passiert jedoch etwas anderes:

  • Du erkennst eine Norm
  • Du rufst das passende Schema ab
  • Du arbeitest die Punkte mechanisch ab

Das Ergebnis ist keine Falllösung, sondern eine Checkliste.

Das zentrale Problem

Wenn das deine Arbeitsweise ist, prĂŒfst du nicht den konkreten Sachverhalt, sondern das Sc...

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JNG #354: Subsumierst du – oder copy-pastest du nur?

Der klassische Gutachtenstil funktioniert im Examen oft nicht so, wie er im Studium vermittelt wird. Viele schreiben in der Subsumtion lediglich den Sachverhalt ab und wundern sich ĂŒber schwache Ergebnisse. Das Problem liegt nicht an fehlenden Definitionen, sondern an einem entscheidenden Zwischenschritt.

Wer diesen Schritt versteht und konsequent anwendet, wird feststellen: Subsumtion ist plötzlich deutlich einfacher. Dieser Artikel zeigt, woran es wirklich scheitert und wie du den Gutachtenstil im Examen sauber umsetzt.

Der Denkfehler bei der Subsumtion

Das zentrale Problem liegt im Umgang mit Definition und Sachverhalt:

  • Definitionen sind abstrakt
  • Sachverhalte sind konkret
  • Beide werden oft direkt miteinander verknĂŒpft

Dieses Vorgehen funktioniert höchstens bei einfachen FÀllen. Sobald mehrere Lösungen denkbar sind oder echte juristische Probleme auftreten, bricht dieses Schema zusammen.

Das Ergebnis:

  • Auswendig gelernte Definition
  • Abschreiben des Sachverhalts
  • Keine ...
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JNG #337: Wer VORHER denken kann, ist klar im Vorteil

Lesezeit: 2 Minuten

đŸ„· Leg dir deine stĂ€rksten Argumente bereit, bevor du in die Schlacht ziehst.

Warum du das ernst nehmen solltest: In den Stunden 4 und 5 einer Examensklausur hast du weder Zeit noch Nerven, um noch groß nachzudenken. Wir kennen es alle: dieses GefĂŒhl, wenn der Druck steigt und jeder Blick auf die Uhr weiter verunsichert. Wenn dein Kopf komplett leer ist, sind gute Argumente spontan kaum noch zu entwickeln. Du musst alles daran setzen, Ruhe durch Vorbereitung zu gewinnen.

Investiere insgesamt 20 Minuten in einen Argumenteschmierzettel zu den entscheidenden Rechtsproblemen des Falls. Zwei Spalten – links Pro- und rechts Contra-Argumente – sind vollkommen ausreichend. Der Argumenteschmierzettel sorgt dafĂŒr, dass du beim eigentlichen Formulieren nur noch ausfĂŒhren musst. Wer vorbereitet ist, schreibt souverĂ€ner.

⏰ Letztlich ist das auch eine Frage des Zeitmanagements: Hier gezielt 20 Minuten in Vorbereitung auf die Reinschrift zu investieren, spart nach meiner Erfa...

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JNG #334: 💡 Mini-Schema fĂŒr jedes Rechtsproblem

Lesezeit: 2 Minuten

Es gibt nie die eine Antwort auf eine Rechtsfrage. Streit entsteht, weil diese Aussage zutreffend ist – und genau darin liegt deine Chance.

Warum was drauf geben?

⚖ Juristische Streitfragen leben vom Spielraum – wer nur eine Seite darstellt, verliert Breite in der Argumentation.
🚀 Wenn du die GegensĂ€tze aufzeigst, wird der Streit ĂŒbersichtlich – und du verlierst dich nicht im Feinheiten-Nebel.
⏱ Die Technik spart Zeit – weil du in drei schnellen Schritten zu einem tragfĂ€higen Ergebnis kommst.

Das Denken in Extremen ist kein theoretisches Spiel, sondern ein praktisches Werkzeug. Es zwingt dich, Streitfragen aus mehreren Perspektiven zu betrachten und zu durchdringen – und liefert dir sofort drei Positionen, aus denen du eine saubere Lösung entwickeln kannst.


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FĂŒnf Wochen, zehn Live-Sessions – wir gehen gemeinsam von Sachverhaltsanalyse ĂŒber Normsuche bis zu Lösungsskizze und Argumentation.

Start: 29...

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JNG #330: So verlierst du Punkte trotz richtiger Lösung 📉

Lesezeit: 5 Minuten

Wenn du schon mal eine Klausur korrigiert hast oder an einer Musterlösung verzweifelt bist, weil du ihr nicht richtig folgen konntest, dann kennst du das Problem: Man freut sich auf eine sauber aufgebaute Lösung – und dann springt die Bearbeitung plötzlich kopfĂŒber ins Ergebnis. 

Keine BegrĂŒndung, kein roter Faden, kein „Mitnehmen“ der Leserin oder des Lesers. Stattdessen wirkt der Text wie ein Schnellschuss.

FĂŒr dich als Kandidat*in bedeutet das: Punktabzug, obwohl dein Ergebnis vertretbar ist.

Die Lösung: fĂŒhren statt springen.

Oder anders gesagt: Schritt fĂŒr Schritt systematisch herleiten, statt sich voreilig in die Konklusion zu stĂŒrzen.


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JNG #324: Der BULLE-Test fĂŒr dein Argument! ✅⚖

Lesezeit: 4 Minuten

Was genau heißt eigentlich »systematische Auslegung« – und wie nutzt man sie klug in der Klausur?

Viele Studierende wissen zwar, dass sie systematisch argumentieren sollen, sehen sich in der Klausur dann aber doch nur »die Norm davor und die danach« an, ohne was draus zu machen. Dabei steckt hinter der systematischen Auslegung ein ganzes Strukturprinzip.

In diesem Beitrag zeige ich dir ein Akronym an, das dir dabei hilft, systematisch zu argumentieren und die Struktur des Gesetzes sinnvoll zu nutzen: BULLE. Das Akronym steht fĂŒr fĂŒnf Anforderungen, die an die Gesamtheit aller Rechtsnormen zu stellen sind. Und ja – »Bulle« ist dabei durchaus doppeldeutig: nicht nur eine provokante Merkhilfe, sondern auch korrekt im Sinne des kastrierten mĂ€nnlichen Rindes. Juristenhumor eben.

🧠 B wie Belastbarkeit – Das Recht soll widerspruchsfrei sein

Die erste Anforderung ist die Widerspruchsfreiheit des Systems. Die Gesamtheit der Rechtsnormen muss belastbar sein – das heißt: ...

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JNG #323: 💡 Deine Probleme sind nicht das Problem

Lesezeit: 5 Minuten

Willkommen zu einer neuen Ausgabe von Jura neu gedacht – heute mit einem meiner absoluten Lieblingsthemen: warum du unbedingt aufhören solltest, Probleme (die keine Standardprobleme sind) auswendig zu lernen. Ich verspreche dir: Das bringt dich spĂ€testens in der Examensvorbereitung nicht mehr weiter. Die GrĂŒnde dafĂŒr und was du stattdessen tun kannst, erklĂ€re ich dir in diesem Beitrag.

Warum wir alle dazu neigen, Probleme zu lernen

Ich nehme mich da selbst nicht aus. Schon ab dem ersten Semester war ich wie viele von euch mittendrin: Im BGB fing alles an mit Fragen zur Existenzberechtigung von Anscheins- und Duldungsvollmacht. SpĂ€ter im Examen ging es um Begriffe wie »condictio ob rem« oder den Bereicherungsrechtsschutz bei der Ersitzung (meine Z-I-Klausur đŸ«Ą). Ich habe mich gefragt: Wie soll ich das alles behalten? Wie machen das die anderen?

Das Ding ist: In der Uni und im Repetitorium dreht sich fast alles um ProblemfÀlle. Die, wie ich sie nenne, tatsÀchlich...

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JNG #318: Juristische Exzellenz beginnt hier

Lesezeit: 2 Minuten

Der Begriff der „Einheit der Rechtsordnung“ ist weit mehr als ein akademisches Postulat – er ist Fundament und PrĂŒfstein methodisch fundierter Fallbearbeitung. Denn normative Wertungen entfalten regelmĂ€ĂŸig ĂŒber die Grenzen einzelner Rechtsgebiete hinaus Wirkung. Wer juristische Strukturen wirklich durchdringt, erkennt diese systematischen Verflechtungen und kann sie zielfĂŒhrend operationalisieren – in der Klausur wie in der Praxis. 

đŸ‘‰đŸ» PrĂŒfe also stets, ob eine Wertung oder Definition, die du aus einer Norm kennst, auch in einem anderen Zusammenhang eine Rolle spielt. 

Beispielhaft: Die rechtliche Relevanz von RechtfertigungsgrĂŒnden aus dem Strafrecht beschrĂ€nkt sich keineswegs auf das Strafrecht selbst. Vielmehr entfalten diese Institute spiegelbildlich Wirkung im Zivilrecht, etwa im Rahmen deliktischer SchadensersatzansprĂŒche (§§ 823 ff. BGB) – und umgekehrt.

Oder: Der wirtschaftliche Vermögensbegriff in § 263 StGB – darf man diesen wirklich rein wirtschaftl...

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JNG #303: Es ist immer der gleiche đŸ’© 


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Lesezeit: 2 Minuten

Am Montag hat mich meine Studentin Sarah in unserer Sprechstunde gefragt, ob ich einen Tipp hĂ€tte, was sie schreiben könne, wenn ihr bei einem Problem keine Argumente einfallen. Das hat mich an meinen Erstkontakt mit der sog. isolierten Drittwiderklage zurĂŒckdenken lassen, die du ĂŒbrigens sofort wieder vergessen darfst, wenn du dich auf das 1. Examen vorbereitest.

Mein lieber Kollege Nico (wie immer gehen GrĂŒĂŸe raus – du liest den Newsletter eh nicht 😭) hat vor ein paar Jahren zu dem Thema eine Zusammenfassung fĂŒ...

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JNG #279: 6 Zeilen, 2 Spalten: Rechtsprobleme lösen

Lesezeit: 4 Minuten

Vor ein paar Tagen hat mein Student Leon eine berechtigte Frage zum eigenstĂ€ndigen Argumentieren gestellt. Damit auch du von meiner Antwort profitieren kannst, erklĂ€re ich in dieser Ausgabe des Newsletters, wie du Schritt fĂŒr Schritt eine juristische BegrĂŒndung aufbaust. Die Vorgehensweise, die ich gleich demonstrieren werde, kannst du auf jedes beliebige Rechtsproblem – unabhĂ€ngig vom jeweiligen Rechtsgebiet – ĂŒbertragen. Sie sollte neben meinem FEE-Modell und der SAFE-Formel ein weiteres zuverlĂ€ssiges Tool in deinem Werkzeugkasten werden. 

Stell dir folgenden Mini-Fall vor, der sich den Kandidat*innen in der Examensklausur Z I 699 aus August 2021 stellte: 

Malermeister K kauft einen Transporter fĂŒr sein MalergeschĂ€ft K e.K.

So weit, so easy. Die Rechtsfrage, die die Kandidat*innen in diesem Zusammenhang beantworten mussten, lautet: Stellt der Kauf des Transporters fĂŒr K ein HandelsgeschĂ€ft dar?

Um diese Rechtsfrage beantworten zu können, bedienen wir uns ei...

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