
Willst du deine Examensvorbereitung mit mir machen und noch diesen Monat starten?
Wenn du im Zeitraum von November bis März 2027 Examen schreibst und vorhast, dich mit Fällen vorzubereiten, findest du hier alle Details: https://endlich-jura.de/flatrate.
Du schaust dir alles in Ruhe an und entscheidest dann.
🕒 Lesezeit: 2,5 Minuten
Jetzt legst du dein letztes Votum und die Randbemerkungen, die du dir gefangen hast, neben deine To-do-Liste. Dann fragst du dich:
Was ändert sich ab morgen?
Welchen Fehler willst du in der nächsten Klausur unbedingt vermeiden?
Welchen Skill musst du gezielt üben?
Falls deine einzige Antwort „nicht so oberflächlich argumentieren“ lautet, hast du zwar ein hübsches neues Motto, aber leider keinen konkreten Trainingsplan.
Wir glauben noch an Wunder: Vielleicht ist die Korrektur sogar ein bisschen individuell ausgefallen. Vielleicht sagt sie dir was zu deinem Aufbau, das dir weiterhilft. Vielleicht benennt sie sogar die Stelle, an der deine Argumentation tatsächlich zu dünn war.
Aber du weißt danach immer noch nicht, warum sie zu dünn ist und wie du es beim nächsten Mal besser machen kannst.
Individuell und hilfreich sind eben zwei verschiedene Paar Schuhe.
Personalisiertes Feedback gibt Details aus deiner Klausur wieder.
Individuelles Feedback erkennt deinen konkreten Gedankengang und reagiert darauf.
Brauchbares Feedback erklärt zusätzlich, was aus dieser Diagnose für deine weitere Vorbereitung folgt.
Die Feedbackforschung setzt die Messlatte entsprechend höher. Eine gute Rückmeldung muss spezifisch sein, sich auf die tatsächliche Leistung beziehen, Fehler erklären, handlungsorientiert sein und sich auf relevante Verbesserungen konzentrieren.
Ein Hinweis wie „Argumentation nicht überzeugend“ erfüllt höchstens die ersten beiden Kriterien.
Du weißt also, was der Korrektor davon hält.
Das war’s dann aber auch schon.
Fehlt ein Gegenargument? Passt die Gewichtung nicht? Ziehst du aus einem richtigen Ausgangspunkt den falschen Schluss? Oder bewegt sich deine Begründung nicht nah genug am Sachverhalt?
Ohne diese Diagnose beschreibt die Korrektur dein Problem. Wie du es lösen sollst, bleibt dein Bier.
Nach einer brauchbaren Korrektur solltest du drei Sätze vervollständigen können:
1. Mein konkretes Problem in dieser Klausur war …
2. Das ist problematisch, weil …
3. In der nächsten Klausur werde ich deshalb …
Schafft die Rückmeldung nur Satz 1, wurde dein Fehler dokumentiert. Dein Lernprozess wartet weiterhin auf Anweisungen.
Damit alle drei Sätze funktionieren, muss das Korrektursystem in der Lage sein, Prioritäten zu setzen.
In der Regel hat eine Klausur schließlich genug Schwächen, um daraus einen Lernplan bis zur Rente zu bauen.
Tim möchte seine Examensvorbereitung nicht mit endlich jura. machen, weil seine Klausuren bei uns von einer KI korrigiert werden.
Nach dem, was ich dir hier heute aufgedröselt habe, ist die entscheidende Frage in meinen Augen aber eine andere:
Wie gut korrigiert dieses konkrete System meine konkrete Bearbeitung?
Und mit System meine ich ausdrücklich auch menschliche Systeme mit einem bestimmten Korrekturdesign (Korrekturanleitung, Rohpunkteschema etc.). Kannst du deine Fehler nach Durcharbeiten der Korrektur benennen, erklären und einen nächsten Lernschritt ableiten? Dann erfüllt die Rückmeldung ihren Zweck. Scheißegal, ob KI oder Mensch.
Dann wird aus der letzten Klausur nämlich ein konkreter Plan für die nächste.
Und genau das sollte gutes Feedback leisten.
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